In den letzten Wochen waren wiederholt Meldungen zu hören, die besagen,

  • dass die psychische Belastung der Bevölkerung zunimmt,
  • dass immer mehr Krankheiten psychische Ursachen haben und
  • dass die Zahl der Verrentungen aufgrund psychischer Erkrankungen zunimmt.

Es wurde berichtet, dass der permanente Stress und die wachsenden Anforderungen am Arbeitsplatz, die ständige Erreichbarkeit durch Handys und Internet sowie das Pendeln zur Arbeitsstelle über weite Strecken auf Dauer krank machen. Immer mehr Menschen müssen Auszeiten nehmen, weil der Körper unter dieser Belastung streikt. Oder eben frühzeitig verrentet werden. Die Volkswirtschaft wird dadurch mit enormen Kosten belastet.

Nun will die Bundesregierung noch in diesem Herbst ein Programm aufstellen, um Abhilfe zu schaffen. Bis das allerdings auf den Weg gebracht ist und wirkt, werden noch einige von uns auf der Strecke bleiben.

Wie kann ich mir bis dahin nun schon einmal helfen, um nicht noch tiefer in die krankmachende Maschinerie zu geraten?

Welche kleinen Veränderungen kann jeder Einzelne vornehmen, um den genannten Beschwerden aus dem Weg zu gehen?

Die einfachste Methode ist, eine Entspannungstechnik zu lernen. Dabei ist es egal, welche Entspannungsform Sie wählen, wichtig ist, dass Sie sie regelmäßig anwenden, dass Sie ein Gefühl dafür bekommen, wann und wie Ihr Körper, Ihr Geist oder Ihre Seele „STOP“ sagen. Und dass Sie mit jeder Übung wieder neue Kraft tanken, um den weiteren Anforderungen gewachsen zu sein.

Des weiteren ist es hilfreich, das Wort „NEIN“ und seine Anwendung zu lernen. Es hat nichts damit zu tun, aufmüpfig zu sein, sich zu drücken oder faul zu sein. Es geht darum, die gesunde Grenze zu erkennen, bis zu der man gehen kann, dann aber auch bestimmt und sachlich begründet „NEIN“ zu sagen, wenn’s zu viel wird.

Eine Veränderung in der Einstellung vieler Menschen zum Thema „psychische Störungen“ wäre ein weiteres Mittel, um rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Wer psychotherapeutische Hilfe annimmt, ist nicht gleich „Irre“!

Wichtig wäre außerdem, bei körperlichen Beschwerden nicht nur mit Medikamenten die Symptome zu bekämpfen, sondern gleichzeitig auch die Ursachen zu suchen. Oft haben Beschwerden einen psychosomatischem Hintergrund, gerade bei hoher Stressbelastung. Diese als solche wahrzunehmen und zu akzeptieren fällt vielen von uns noch sehr schwer. Würde sich das ändern, wäre es ein Leichtes, auch die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Ein weiteres Mittel zur Stressreduktion ist die Entschleunigung unseres Lebens. Eine Menge Hektik könnten wir uns ersparen, wenn wir einmal innehalten und unseren Tagesablauf, unsere Gewohnheiten einer kritischen Überprüfung unterziehen würden und in der Folge dieser Überlegungen ein paar eingefahrene Wege ändern könnten.

Jeder einzelne dieser Punkte ist eine genauere Betrachtung wert, daher werde ich in loser Folge diese Punkte noch eingehender betrachten.

Denken Sie doch auch einmal nach, was für Sie noch wichtig wäre, was Sie immer schon mal wissen wollten. Gerne nehme ich auch Ihre Anregungen und Fragen aus den Bereichen Stressreduzierung, Arbeitsüberlastung, Leistungsdruck und Psychogesundheit auf.

Was bewegt Sie im Besonderen?

 

 

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