Im letzten Blogbeitrag war die Rede von zunehmenden Erkrankungen durch Stress.

Heute möchte ich die Möglichkeit der Vorbeugung, der Prävention, ansprechen.

Wie kann ich mir helfen, wenn ich das Gefühl habe, dass mir der zunehmende Druck und die Anforderungen nicht gut tun? Was kann ich kurzfristig tun, um nicht noch tiefer in die krankmachende Maschinerie zu geraten?

Die einfachste Methode ist, eine Entspannungstechnik zu lernen. Dabei ist es egal, welche Entspannungsform Sie wählen.

  • Wichtig ist, dass Sie die für Sie richtige, passende Entspannungsmethode finden. Lassen Sie sich beraten und probieren Sie mehrere Techniken aus, bevor Sie sich entscheiden. Es sollte sich „richtig gut“ anfühlen, damit Sie sich auf die Übungen freuen können und es Ihnen Spaß macht, dann lernen Sie viel leichter!
  • Wichtig ist, dass Sie die gewählte Methode gründlich unter fachkundiger Anleitung lernen. Gründlich heißt dabei: von Grund auf, jeden einzelnen Schritt lernen und einüben, bevor sie zum nächsten übergehen. Auch in vielen guten Büchern kann man die Technik lernen, aber in meinen Augen ist ein persönlicher Kontakt zu einem fachkundigen Trainer/zur Trainerin sehr viel wichtiger, um das Gefühl von Entspannung kennenzulernen. Ebenso wichtig ist das Feedback, das Gespräch mit Ihrem Trainer/Ihrer Trainerin, um kleine Probleme, Störungen oder Hindernisse zu überwinden, die während des Lernens auftauchen.

    Da jeder Mensch einzigartig ist und auch jeder seine eigene Geschichte hat, ist die Wahrnehmung immer wieder anders. Es kann in einem Buch, so gut es sein mag, nicht auf alle und jede mögliche Konstellation eingegangen werden und Sie können dort auch nicht nachfragen. Die Information beschränkt sich daher naturgemäß auf die Theorie und die gängigsten Fälle.

  • Wichtig ist, dass Sie die Entspannungstechnik, für die Sie sich entscheiden, regelmäßig anwenden. Einmal in der Woche eine einstündige Übung ist zwar schön, reicht aber nicht aus, um wirkungsvoll gegen Stress vorzubeugen oder mehr Gelassenheit zu erlangen. Das Geheimnis liegt nicht in der Länge der Übung sondern in der Regelmäßigkeit der Anwendung. Täglich zehn bis fünfzehn Minuten sind da sehr viel mehr wert. Nicht viel bei 24 Stunden, die uns zur Verfügung stehen, oder?
  • Wichtig ist, dass Sie ein Gefühl dafür bekommen, wann und wie Ihr Körper, Ihr Geist oder Ihre Seele „STOP“ sagen. Wenn Sie eine Entspannungstechnik erlernen, lernen Sie auch, Ihren Körper wahrzunehmen und auf die innere Stimme zu hören. Kleinste Anzeichen verraten oft, dass etwas nicht zum Besten steht, leider haben wir teilweise verlernt, diese Warnsignale wahrzunehmen und entsprechend zu handeln.

Wenn Sie also das Gefühl haben, dass der Stress Sie schon fest im Griff hat, sehen Sie sich nach einer Entspannungstechnik um, lassen Sie sich beraten und probieren Sie aus, was Ihnen gut tut. Kurse zu anerkannten Entspannungsverfahren werden übrigens von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.

Es gibt noch weitere Aspekte, die für die Stressvorbeugung wichtig sind, daher wird der nächste Beitrag heißen „Man muss auch mal „NEIN“ sagen können…“

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